Hingeschaut.

Zwischen Vorurteil und Wirklichkeit: Unser Projekt zur Lage von Frauen in Österreich 2026.

Über das Projekt

Wir sind die Klasse 4A. Diese Webseite haben wir gestaltet, um unser gemeinsames Projekt digital zu präsentieren. Wir möchten zeigen, wie oft Frauenrechte im Alltag immer noch auf der Strecke bleiben. Unser gemeinsames Ziel als Klasse ist es, genau dort hinzuschauen, wo oft weggesehen wird, und ganz direkt zu erklären, mit welchen Problemen und Ungerechtigkeiten Frauen heute immer noch zu kämpfen haben.

Nahaufnahme eines einzelnen Auges
Kapitel 1

Wahrnehmung vs. Realität

Der Start unseres Projekts. Warum es so wichtig ist, überhaupt erst mal über die Fakten zu reden.

Gestapelte Geldmünzen
Kapitel 2

Arbeit & Gehalt

Der Gender Pay Gap einfach erklärt: Warum Frauen in Österreich oft immer noch weniger verdienen.

Protestschilder für Frauenrechte
Kapitel 3

Gewalt & Femizide

Erschreckende Zahlen: Fast jede dritte Frau erlebt Gewalt. Ein Blick auf ein oft verschwiegenes Thema.

Smartphone mit Social Media
Kapitel 4

Hass im Netz & Codes

Wie Algorithmen frauenfeindliche Videos pushen und welche Emojis heimlich als Codes genutzt werden.

Szene 1

Bestandsaufnahme Österreich

Nahaufnahme eines einzelnen Auges
Monika „Wir leben im 21. Jahrhundert. Wir reden über Gleichberechtigung, Freiheit und Sicherheit. Aber wie sieht die Realität für Frauen in Österreich eigentlich aus?“

Unser Projekt startet mit einer ganz direkten Frage. Wir glauben oft, dass die großen Probleme von früher längst gelöst sind und heute alle gleichberechtigt leben. Aber die Zahlen zeigen etwas anderes. Es geht uns nicht darum, Vorwürfe zu machen, sondern vielmehr darum, die aktuellen Fakten klar zu benennen.

Mariam „Dieses Projekt ist kein Vorwurf. Wir wollen uns die aktuelle Lage genau ansehen. Denn nur wenn man das Problem kennt, kann man auch etwas ändern.“
Quellen zur Bestandsaufnahme: Europäisches Institut für Gleichstellungsfragen (EIGE - Gender Equality Index für Österreich), aktueller Frauenbericht der österreichischen Bundesregierung.
Kapitel 2

Gehalt und faire Bezahlung

Gestapelte Geldmünzen

In Österreich verdienen Frauen im Durchschnitt immer noch ein gutes Stück weniger als Männer. Wenn man sich die faire Bezahlung in ganz Europa anschaut, liegt Österreich da leider ziemlich weit hinten.

18,7 % Einkommenslücke

Laut Statistik Austria (brutto/Stunde). Bedeutet: Ab November arbeiten Frauen quasi gratis.

50,8 % Frauen in Teilzeit

Im Vergleich: Nur knapp 13 % der Männer arbeiten in Österreich Teilzeit.

ca. 40 % Pensionslücke (Gender Pension Gap)

Die lebenslangen Gehaltsunterschiede führen zu massiv niedrigeren Pensionen für Frauen in Österreich.

Kurz erklärt: Was heißt „gratis arbeiten“?
Das ist ein Rechenbeispiel. Das Frauen im Durchschnitt ca. 18,7 % weniger verdienen, haben sie ihr Gehalt für das Jahr (im Vergleich zu Männern) oft schon Anfang November voll erreicht. Vom 2. November bis Silvester arbeiten sie also rein rechnerisch umsonst.
Magdalena „Oft heißt es: Frauen arbeiten halt öfter in Teilzeit oder suchen sich schlechter bezahlte Berufe aus. Aber das ist nur die halbe Wahrheit.“

Warum fehlt da Geld?

Die hohe Teilzeitquote von Frauen (oft wegen mangelnder Kinderbetreuung in manchen Bundesländern) erklärt einen großen Teil des Problems. Aber besonders auffällig ist: Auch wenn man Branche, Arbeitszeit und Alter herausrechnet, bleibt ein großer Teil der Differenz statistisch unbegründet. Das bedeutet: Frauen werden häufig für die exakt gleiche Leistung schlechter bezahlt.

Leon „Wenn sich das weiter so langsam verbessert wie jetzt, haben wir erst im Jahr 2043 ein wirklich faires Gehalt für alle.“
Österreichische Quellen: Statistik Austria (Verdienststrukturerhebung), Rechnungshof Österreich (Einkommensbericht).
Kapitel 3

Häusliche Gewalt & Femizide

Demonstration und Protestschilder
15.000+ Betretungsverbote

So oft muss die Polizei in Österreich pro Jahr Täter aus Wohnungen wegweisen.

1 von 3 Frauen ist betroffen

Jede 3. Frau in Österreich (ab 15 J.) erlebt laut Statistik Austria körperliche oder sexuelle Übergriffe.

Die Lage in Österreich

Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter. Dazu zählen neben körperlichen Übergriffen auch ständige Kontrolle, Drohungen oder finanzielle Abhängigkeit. Die erste große Prävalenzstudie der Statistik Austria hat gezeigt, wie alltäglich dieses Problem ist: Die Gewalt geht in den allermeisten Fällen nicht von Fremden aus, sondern von Partnern, Ex-Partnern oder Bekannten.

Femizide (Frauenmorde)

Ein Femizid passiert, wenn eine Frau getötet wird, weil sie eine Frau ist. Österreich wird in den Medien oft traurigerweise als "Land der Femizide" bezeichnet, weil hier im EU-Vergleich auffällig viele Frauenmorde passieren. Das Bundeskriminalamt und Opferschutzvereine zählen jedes Jahr Dutzende Fälle (27 mutmaßliche Taten bis Ende 2024).

Polizei und Gewaltschutzzentren betonen immer wieder: Der gefährlichste Ort für Frauen in Österreich ist statistisch gesehen nicht die dunkle Straße, sondern das eigene Zuhause. Die österreichische Polizei spricht pro Tag im Schnitt über 40 Betretungs- und Annäherungsverbote aus.

Österreichische Quellen: Statistik Austria (Gewaltprävalenzstudie), Bundeskriminalamt (BKA) Österreich, Verein AÖF (Autonome Österreichische Frauenhäuser).
Kapitel 4

Manfluencer & Algospeak

Smartphone mit Social Media

Das Internet spiegelt leider oft unsere echten Probleme wider – und macht sie noch schlimmer. In einem Test wurde ein neues Profil auf TikTok angelegt. Innerhalb von nur fünf Tagen bestand über die Hälfte (56%) der angezeigten Videos auf der "For You" Page aus frauenfeindlichen Inhalten.

Geheime Codes: Algospeak

Damit ihre Accounts nicht gesperrt werden, nutzen manche Leute bestimmte Emojis oder Wörter als harmlose Tarnung für extreme Aussagen:

🥝
Kiwi: Wird oft genutzt, um gegen trans Personen zu hetzen oder abstruse Theorien zu verbreiten.
🖊️
Kugelschreiber: Ein geheimer Code für Leute aus der extrem rechten Szene.
💙
Blaues Herz: Oft ein stilles Erkennungszeichen für Parteianhänger (z.B. AfD) im Namen.
🧛
Vampir: Steht heimlich für Verschwörungstheorien gegen jüdische Menschen.
🚪
Holztür: Wird benutzt, um Lügen über die Geschichte zu verbreiten.
Leon „Die Algorithmen binden die Nutzer gezielt an sich. Es beginnt oft mit alltäglichen Fitness-Tipps und führt sehr schnell zu hasserfüllten Inhalten gegen Frauen.“

Diese Mechanismen nutzen oft die Tatsache aus, dass sich insbesondere junge Menschen einsam fühlen. Die Plattformen spielen solche Inhalte in kleinen Dosen aus, bis die Nutzer in einer sogenannten Filterblase gefangen sind und diese radikalen Ansichten übernehmen.

Rechtliches

Impressum & Datenschutz

Impressum (Schulprojekt)

Zweck der Webseite: Diese Webseite ist ein reines, nicht-kommerzielles Schulprojekt der Klasse 4A. Sie dient ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken im Rahmen des Unterrichts und verfolgt keinerlei finanzielle Interessen.

Verantwortlich für den Inhalt: Klasse 4A.
(Hinweis: Da es sich um ein Schulprojekt von minderjährigen Schülerinnen und Schülern handelt, wird zum Schutz der Privatsphäre auf die Angabe von privaten Wohnadressen und vollständigen Namen im Impressum verzichtet.)

Schule: Private Mittelschule Kettenbrücke (MS Kettenbrücke)
Schulverein der Barmherzigen Schwestern Innsbruck
Falkstraße 28, 6020 Innsbruck, Österreich
Tel.: +43 512 586448
E-Mail: direktion@ms-kettenbruecke.tsn.at
Web: ms-kettenbruecke.tsn.at

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